{"id":3422,"date":"2024-07-03T10:08:01","date_gmt":"2024-07-03T10:08:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.iuf.li\/?p=3422"},"modified":"2024-08-22T07:44:30","modified_gmt":"2024-08-22T07:44:30","slug":"die-bedeutung-von-institutionenvertrauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.iuf.li\/de\/publikationen\/die-bedeutung-von-institutionenvertrauen\/","title":{"rendered":"Die Bedeutung von Institutionenvertrauen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-background-color has-background\">Dies ist eine <strong>\u00dcbersetzung des <a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/tandt\/article\/30\/6\/303\/7701432?utm_source=authortollfreelink&amp;utm_campaign=tandt&amp;utm_medium=email&amp;guestAccessKey=93e81e6c-f551-4cbe-b729-90e1f1c58b59\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">englischen Beitrages <em>The meaning of trust in good public governance<\/em><\/a><\/strong> von <strong><a href=\"https:\/\/www.iuf.li\/de\/industrie-und-finanzkontor\/team\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">S.D. Prinz Michael von und zu Liechtenstein<\/a><\/strong>, der im Juli 2024 im Branchenmagazin Trusts &amp; Trustees ver\u00f6ffentlicht wurde. Trusts &amp; Trustees wird von <strong><a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Oxford Academic<\/a><\/strong> herausgegeben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>\u2018Perhaps the most important lesson is that trust is not only an indicator of success; it is, more significantly, one of the ingredients that make success \u2014 for a business or for a government \u2014 possible.\u2019&nbsp;<\/em>Dieses Zitat entstammt einer Publikation der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung&nbsp;(OECD)&nbsp;und trifft zu auf die Ergebnisse einer Studie zur Bedeutung von Institutionenvertrauen, die in Liechtenstein durchgef\u00fchrt wurde. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-link-color wp-elements-c4ebc0e95313d088783e01489e30b6cc\"><strong>Bedeutung von Vertrauen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vertrauen ist ein elementares Grundbed\u00fcrfnis und bildet eine wesentliche Grundlage f\u00fcr erfolgreiche zwischenmenschliche Interaktion. Gegenseitiges Vertrauen schafft ein Gef\u00fchl von Sicherheit, st\u00e4rkt die gegenseitige Verbundenheit, f\u00f6rdert eine offene Kommunikation, erh\u00f6ht die Kooperationsbereitschaft und steigert den Innovationsgrad. Vertrauen erm\u00f6glicht grunds\u00e4tzlich ein Umfeld, in dem sich jeder auf das Wesentliche konzentrieren kann, ohne Energie f\u00fcr Nebenschaupl\u00e4tze zu vergeuden. Dadurch verringert sich die Notwendigkeit einer stetigen, zeit- und kostenintensiven Risiko-Nutzen-Abw\u00e4gung. Im Endeffekt f\u00fchrt Vertrauen auch dazu, dass Handlungen delegiert werden im Vertrauen darauf, dass das Gegen\u00fcber im besten Interesse agiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Jedoch wird Vertrauen immer wieder auf die Probe gestellt und muss deshalb auch immer wieder neu bewiesen werden. Sie kennen dies wahrscheinlich aus eigener Erfahrung, beispielsweise wenn sich ihr Gesch\u00e4ftspartner oder ein guter Freund pl\u00f6tzlich anders verh\u00e4lt, als sie es sich gewohnt sind, und eine Handlung unternimmt, die sie negativ \u00fcberrascht. Dann weicht ihr bisheriges Vertrauen unweigerlich einem Misstrauen, das solange andauert oder sich mitunter verst\u00e4rkt, bis ihr Gesch\u00e4ftspartner oder guter Freund durch eine Vielzahl von Handlungen ihr Vertrauen wiedergewinnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-link-color wp-elements-138f1a588c9dd67f982a8471186f69b1\"><strong>Vertrauen in Institutionen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im wirtschaftlichen Wettbewerb ist Vertrauen die wichtigste W\u00e4hrung, um langfristig bestehen zu k\u00f6nnen \u2013 sei dies in der allgemeinen Zusammenarbeit aber auch im Wettbewerb von Privatpersonen beispielsweise am Arbeitsmarkt, im Wettbewerb von Unternehmen, im Wettbewerb von Branchen und im Wettbewerb der Standorte. Nicht umsonst stellt das Management von Reputation gerade bei der Standortpromotion einen zentralen Wettbewerbsfaktor dar. Reputation f\u00f6rdert Vertrauen, Erfolgt baut auf Vertrauen und Vertrauen zieht Erfolg nach sich.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Wettbewerb der Standorte spielt das Vertrauen in politische Institutionen wie beispielsweise Regierungen, Parlamente, Gerichte, Polizei und andere Beh\u00f6rden, Branchenverb\u00e4nde etc. und in deren Vertreter eine gewichtige Rolle. Denn Institutionsvertrauen ist elementar f\u00fcr ein funktionierendes Gemein- und Wirtschaftswesen und die daraus resultierende Stabilit\u00e4t ist wiederum wichtig f\u00fcr die Standortattraktivit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Die liechtensteinische Stiftung f\u00fcr Staats- und Ordnungspolitik (SOUS) hat zum Thema <em>Institutionenvertrauen<\/em> im Jahr 2019 \u2013 aus Anlass des 300-j\u00e4hrigen Bestehens des F\u00fcrstentums Liechtenstein \u2013 eine <strong><a href=\"https:\/\/sous.li\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Studie-Institutionenvertrauen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Studie mit dem Titel <em>Erfolgsfaktor Institutionenvertrauen<\/em><\/a><\/strong> durchgef\u00fchrt. Dabei untersuchte die Studie die Bedeutung von Institutionenvertrauen als Element f\u00fcr den Erfolg eines Landes und kam dabei unter anderem zu folgenden Schlussfolgerungen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Je b\u00fcrgern\u00e4her sich Politik und staatliche Institutionen verhalten und je st\u00e4rker das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr demokratische Prozesse in der Gesellschaft ist, desto positiver f\u00e4llt die Beurteilung von politischen Akteuren und staatlichen Institutionen aus;<\/li>\n\n\n\n<li>Beidseitiges Institutionsvertrauen, beispielswiese zwischen B\u00fcrgern und der Verwaltung, senkt die compliance costs, mindert den Kontrollaufwand von Beh\u00f6rden sowie den B\u00fcrokratieaufwand von B\u00fcrgern und Unternehmen bei der Umsetzung politischer Regulierungsziele;<\/li>\n\n\n\n<li>Umgekehrt entsteht ein \u00abcirculus vitiosus\u00bb, wenn Misstrauen der einen Seite zu Misstrauen der anderen Seite f\u00fchrt, beispielsweise wenn ein Staat seinen B\u00fcrgern mit zunehmenden Vorschriften und Dokumentationspflichten begegnet und sich das Gemeinwesen dadurch verkompliziert.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Generell zeigt sich in dieser Studie \u2013 so wie dies auch aus vergleichbaren OECD-Studien hervorgeht \u2013 dass in der demokratischen Welt jene L\u00e4nder ein hohes Vertrauen in Institutionen aufweisen, die stark dezentralisiert sind und ihr Gemeinwesen auf direkt-demokratischen Einheiten bauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-link-color wp-elements-e11072aea2becb67b1d2499b0bc65c5d\"><strong>Wirtschaftspolitische Steuerung und Rechtsstaatlichkeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Staatlicher Voyeurismus, der als \u00abTransparenz\u00bb gesch\u00f6nt wird, und der Drang zu verst\u00e4rkter Kontrolle und \u00dcberwachung, der seit Jahren zunimmt, sind nichts anderes, als der Beweis von mangelndem Vertrauen von Institutionen in die Wirtschaftstreibenden und B\u00fcrger eines Staates. Regierungen argumentieren diesen Drang oft und gerne mit dem fehlbaren Verhalten Einzelner (bspw. Steuerunehrlichkeit), das nur dann gestoppt werden k\u00f6nne, wenn ganze Wirtschaftszweige oder die Gesellschaft an sich gemassregelt und in Systemhaft genommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch zunehmende \u00dcberwachung, Kontrolle und Transparenz f\u00fchren zu einer immer st\u00e4rker werdenden Komplexit\u00e4t bspw. bei Gesetzen und Verordnungen, zu immer gr\u00f6sseren Rechenschaftspflichten f\u00fcr B\u00fcrger (Umkehrung des Rechenschaftsprinzips) und stetig ansteigenden Compliance- und Regulierungskosten f\u00fcr Wirtschaftstreibende \u2013 mit dem Effekt, dass in der Folge das Vertrauen von B\u00fcrgern und Wirtschaftstreibenden in staatliche Institutionen und deren Vertretern vom Misstrauen abgel\u00f6st wird. Und fehlbares Verhalten Einzelner dennoch nicht aufgehalten werden kann. Der Dschungel an Vorschriften und Kontrollen jedoch f\u00f6rdert Willk\u00fcr in der Auslegung von Gesetzen und Vorschriften. Denn je komplexer und undurchschaubarer diese sind, desto mehr Interpretationsspielraum er\u00f6ffnen sie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-link-color wp-elements-4345fd67724f5996fd83d31e776b6ce0\"><strong>Umgang mit Gesetzen und Verordnungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine positive wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung erfordert deshalb die gr\u00f6sstm\u00f6gliche Beschr\u00e4nkung des Staates auf seine ureigent\u00fcmlichen Aufgaben: Sicherstellung der inneren und \u00e4usseren Sicherheit, Gew\u00e4hrleistung von Grundrechten sowie Rechtsgleichheit und Rechtssicherheit. Dabei bedeutet Rechtssicherheit auch, dass Gesetze und Verordnungen sinngem\u00e4ss und nicht technokratisch oder gar willk\u00fcrlich ausgelegt werden. Sie k\u00f6nnen nicht alle Eventualit\u00e4ten abdecken und der Versuch, Gesetze oder Verordnungen im Zweifelsfall zugunsten eines Staates auszulegen, ist rechtsstaatlich bedenklich, beg\u00fcnstigt die Rechtsunsicherheit und strapaziert das B\u00fcrgervertrauen. Dies zeigt sich insbesondere im Steuerrecht etlicher Staaten. F\u00fcr Einzelpersonen sowie Unternehmen wird es immer schwieriger, korrekte Steuererkl\u00e4rungen abzugeben und vieles wird zur Auslegungssache einer Steuerverwaltung. Diese Auslegungsm\u00f6glichkeit kann staatliche Willk\u00fcr f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Trend, der sich seit vielen Jahren beobachten l\u00e4sst, ist der Umstand, dass internationale und supranationale Organisationen mit ihrem Bestreben, die Weltwirtschaft und Weltgesellschaft umzugestalten, immer st\u00e4rker in die Souver\u00e4nit\u00e4t von Staaten eingreifen. Jedoch haben sind sie weder rechenschaftspflichtig noch aus der Bev\u00f6lkerung heraus entstanden und von ihr legitimiert worden. Und dennoch werden auf solchen Ebenen Bestimmungen in einem rechtsfreien Raum getroffen und als global bindend verabschiedet. In der Folge sind Regierungen und Parlamente dazu aufgefordert, diese Bestimmungen zu \u00fcbernehmen \u2013 ohne R\u00fccksicht auf nationale Besonderheiten oder die Praktikabilit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Parlament aber sollte niemals daran gemessen werden, wie viele Gesetze es in einer Legislaturperiode verabschiedet hat oder wie stark es den internationalen Vorgaben entspricht, sondern daran, wie es mit dem Gesetzgebungsprozess umgeht und die Effizienz und B\u00fcrgern\u00e4he von Verwaltungst\u00e4tigkeiten f\u00f6rdert. Dies zeichnet eine gesunde wirtschaftspolitische Steuerung aus. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-link-color wp-elements-b7cdce1db0dc0845339773506688fb52\"><strong>Was bedeutet das f\u00fcr die Treuhandbranche?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Stiftungs- und Trustwesen dient dem langfristigen Erhalt von famili\u00e4rem und unternehmerischem Verm\u00f6gen und Werten. Bei der Strukturierung von Verm\u00f6gen \u00fcber Stiftungen und Trusts werden in vielen F\u00e4llen mehr als eine Generation von Beg\u00fcnstigten ber\u00fccksichtigt. Diese langfristige Ausrichtung ben\u00f6tigt naturgem\u00e4ss ein stabiles und rechtsstaatliches Umfeld, das Rechts- und Planungssicherheit gibt und Eigentumsrechte gew\u00e4hrleistet. <\/p>\n\n\n\n<p>Der langfristige Verm\u00f6genserhalt ist im Interesse der Allgemeinheit zu verstehen. Die Geschichte zeigt, dass sich \u00fcberwiegend dort gesamtgesellschaftlicher Wohlstand entwickeln konnte, wo die \u00f6konomische Freiheit des Einzelnen gef\u00f6rdert und damit zusammenh\u00e4ngend privates Kapital zum Einsatz gelangen konnte. Dabei spielten und spielen langfristig ausgerichtete Familienunternehmen eine wichtige Rolle. Sie schaffen Arbeitspl\u00e4tze, stillen Konsumentenbed\u00fcrfnisse stillen, entwickeln bestehende Infrastruktur weiter, entrichten Steuern und Abgaben oder unterst\u00fctzen gemeinschaftliche Projekte, von der in der Folge die Allgemeinheit profitiert. Dies bedingt aber auch ein Umfeld von Vertrauen und Stabilit\u00e4t, ein Umfeld in dem Verm\u00f6gen respektiert wird und die langfristigen Ausgestaltungsm\u00f6glichkeiten mit Hilfe von Rechtstr\u00e4gern nicht durch \u00fcberschiessende Regulierung vermindert beziehungsweise blockiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Akteure des Stiftungs- und Trustwesens haben diesbez\u00fcglich eine wichtige Funktion inne. Sie k\u00f6nnen das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Bedeutung des Stiftungs- und Trustwesens und von langfristig ausgerichteten Verm\u00f6gensstrukturen f\u00f6rdern, indem sie aktive \u00d6ffentlichkeits- und Lobbyarbeit betreiben. Branchenverb\u00e4nde wie die <strong><a href=\"https:\/\/www.step.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Society of Trust and Estate Practitioners (STEP)<\/a><\/strong> haben hier eine wichtige Funktion: sie k\u00f6nnen die langfristige Bedeutung von Verm\u00f6gensverhalt aufzeigen und argumentieren, aber insbesondere auch politischen Entscheidungstr\u00e4gern, Regierungsbeh\u00f6rden und supranationalen Organisationen die negativen Auswirkungen aufzeigen, die sich aus Entscheidungen zur Harmonisierung und Standardisierung von Vorschriften ergeben und gerade die Treuhandbranche wesentlich betreffen. <\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbertriebene Regulierungen mindern die Effizienz und Offenlegungspflichten sollten auf jene beschr\u00e4nkt sein, die effektiv der Geldw\u00e4schereibek\u00e4mpfung dienen \u2013 und nicht nur eine zus\u00e4tzliche B\u00fcrokratisierung oder den \u00f6ffentlichen Voyeurismus f\u00f6rdern. Deshalb kann es unter Umst\u00e4nden auch wesentlich sein, dass Branchenverb\u00e4nde rechtliche Schritte einleiten, sofern Beh\u00f6rden rechtswidrige oder verfassungswidrige Gesetze erlassen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/tandt\/advance-article-abstract\/doi\/10.1093\/tandt\/ttae041\/7696776?utm_source=advanceaccess&amp;utm_campaign=tandt&amp;utm_medium=email&amp;login=false\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Filippo Noseda<\/a><\/strong>, der ebenfalls einen Beitrag zur Juli-Ausgabe von Trusts &amp; Trustees beigesteuert hat, intervenierte k\u00fcrzlich vor dem Europarat und den EU-Datenschutzbeh\u00f6rden im Zusammenhang mit der Einf\u00fchrung des OECD Common Reporting Standards (CRS) und dem europ\u00e4ischen Register f\u00fcr wirtschaftliches Eigentum. Au\u00dferdem bringt Herr Noseda diese wichtigen Themen an die \u00d6ffentlichkeit. Ich stimme Herrn Noseda zu, wenn er sagt, dass es an der Zeit ist, eine ausgewogene Diskussion \u00fcber Transparenz, Privatsph\u00e4re und Datenschutz zu f\u00fchren. Dar\u00fcber hinaus ist es auch an der Zeit, \u00fcber die Notwendigkeit von Verm\u00f6gensstrukturen zu diskutieren, und warum es wesentlich ist, privates und unternehmerisches Verm\u00f6gen langfristig zu erhalten \u2013 nicht nur zum Wohle k\u00fcnftiger Generationen, sondern auch zum Wohle der Allgemeinheit. Wenn die positiven und negativen Seiten dieser Themen offen diskutiert werden, k\u00f6nnen die Akzeptanz in Gesellschaft und Politik gest\u00e4rkt und falsche Denkmuster aufgel\u00f6st werden. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-link-color wp-elements-3ecc8d4f74d2e77226a13ed2e0a6d6ab\"><strong>Abschliessende Gedanken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein eingangs erw\u00e4hnte <strong><a href=\"https:\/\/sous.li\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Studie-Institutionenvertrauen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">SOUS Studie<\/a><\/strong> zeigt auf, dass ein stabiles und berechenbares politisches Umfeld mit einem hohen Vertrauen der B\u00fcrger in staatliche Institutionen eine wichtige Grundvoraussetzung f\u00fcr den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolg eines Landes bildet. Ein hohes Institutionenvertrauen ist nicht nur ein Indikator wirtschaftlichen Erfolges und politischer Stabilit\u00e4t, sondern auch die entscheidende Vorbedingung daf\u00fcr. Dies sieht man an den Beispielen Schweiz und Liechtenstein.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine wesentliche Herausforderung liegt darin, Verm\u00f6gensstrukturen trotz der Vielzahl und der teilweisen Widerspr\u00fcchlichkeit von Vorschriften und trotz wirtschaftlicher Risiken und politischen Unw\u00e4gbarkeiten global ihrem langfristigen Zweck entsprechend zu verwalten und zu bewahren. Kunden m\u00fcssen trotz aller Ver\u00e4nderungen im wirtschaftlichen und politischen Bereich darauf vertrauen k\u00f6nnen, dass eine Verm\u00f6gensstruktur ihrer langfristigen Ausrichtung tats\u00e4chlich dauerhaft entsprechen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb liegt eine wichtige Aufgabe von Branchenverb\u00e4nden wie STEP darin, Lobbying zu betreiben, damit das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Notwendigkeit von Verm\u00f6gensstrukturen gest\u00e4rkt werden kann. Aber auch, um Vernehmlassungen auf Planungs- und Rechtssicherheit zu \u00fcberpr\u00fcfen, die Gesetzeseffizienz zu hinterfragen und wo notwendig und angebracht mitunter auch Verfassungsklagen anzustrengen. Wie an anderer Stelle bereits genannt, f\u00f6rdert Reputation Vertrauen, Erfolgt baut auf Vertrauen und Vertrauen zieht Erfolg nach sich. Branchenverb\u00e4nde k\u00f6nnen hier mit einer legitimen Interessensvertretung Einfluss nehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dies ist eine \u00dcbersetzung des englischen Beitrages The meaning of trust in good public governance von S.D. Prinz Michael von und zu Liechtenstein, der im Juli 2024 im Branchenmagazin Trusts &amp; Trustees ver\u00f6ffentlicht wurde. Trusts &amp; Trustees wird von Oxford Academic herausgegeben. \u2018Perhaps the most important lesson is that trust is not only an indicator\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_seopress_robots_primary_cat":"none","_seopress_titles_title":"Bedeutung von Institutionenvertrauen","_seopress_titles_desc":"S.D. 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