{"id":483,"date":"2020-07-01T09:00:00","date_gmt":"2020-07-01T09:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.iuf.li\/?p=483"},"modified":"2023-07-26T13:12:47","modified_gmt":"2023-07-26T13:12:47","slug":"whatever-it-takes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.iuf.li\/de\/publikationen\/whatever-it-takes\/","title":{"rendered":"\u00abWhatever it takes\u00bb"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Rund 6 Bio. US-Dollars in den USA, knapp 1 Bio. US-Dollars in Japan und circa 500 Mrd. Euro allein von der Europ\u00e4ischen Kommission, wozu noch die Unterst\u00fctzungssummen der einzelnen Mitgliedsstaaten kommen&nbsp;\u2013 dies sind nur ein paar der Summen, die weltweit in Konjunkturprogramme fliessen, um die durch Covid-19 ausgel\u00f6ste Wirtschaftskrise zu mildern. Denn Sch\u00e4tzungen der OECD besagen, dass die Corona-Krise die Wertsch\u00f6pfung in den Industriel\u00e4ndern um etwa 25% verringern wird.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Berechnungen des Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF) zufolge belief sich 2019 die weltweite, \u00f6ffentliche Verschuldung auf 83% der Wirtschaftsleistung. Sch\u00e4tzungen zufolge wird sich diese Quote 2020 gegen 100% bewegen. Die Konjunkturprogramme der G20-L\u00e4nder belaufen sich bereits auf fast 10% im Verh\u00e4ltnis zum BIP 2019. Gleichzeitig bewirken die Massnahmen zur Eind\u00e4mmung von Covid-19 einen Angebots- und Nachfrageschock. F\u00fcr 2020 rechnet der IWF beispielsweise mit einem Einbruch der Weltwirtschaft um 3%. Effektiv g\u00fcltige Zahlen zu nennen, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Herausforderungen<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Dilemma liegt nun darin, dass sich einerseits grosse Schuldenberge auft\u00fcrmen und andererseits Einnahmenquellen stocken. Der IWF weist bereits darauf hin, dass Regierungen zwar durchaus grossz\u00fcgig sein sollen in dieser Zeit, aber auch eine saubere Buchhaltung f\u00fchren sollen&nbsp;\u2013 denn irgendwann kommt der Tag der Abrechnung. Und das Virus ist noch nicht \u00fcberwunden. Die Situation wird versch\u00e4rft von einer Geldpolitik, die heute funktionieren mag, weil derzeit keine unmittelbare Inflationsgefahr besteht. Auf mittelfristige Sicht aber erh\u00f6ht sie die Gefahr der Marktverzerrung und Blasenbildung in Sachwerten. Und die Leitzinsen von FED und EZB bewegen sich bereits um den Nullbereich. Damit wird Sparern und Vorsorgesystemen die Grundlage entzogen, Kapital aufzubauen. Zudem werden die Kriterien der Ankaufprogramme f\u00fcr Risikopapiere gelockert. Mit der Finanzkrise sind die Bilanzen der Notenbanken kontinuierlich aufgebl\u00e4ht worden, nun setzt sich dieser Gang fort.<\/p>\n\n\n\n<p>Verkn\u00fcpft man die geldpolitische Lage mit der schrumpfenden Wertsch\u00f6pfung, den schnell anwachsenden Staatsschulden und ber\u00fccksichtigt man dabei noch die Verschuldungsquote der Unternehmen und Privathaushalte, so zeigt sich ein sehr zerbrechliches Zukunftsbild. Denn mit den aktuellen Man\u00f6vern engen sich FED und EZB ihren Gestaltungsspielraum immer mehr ein, so dass sie, wenn sich die Verschuldungsspirale nicht mehr drehen kann, handlungsunf\u00e4hig sein werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vorausschauend planen<\/h2>\n\n\n\n<p>In diesem Umfeld ist es wichtig, mit Bedacht zu agieren. Irgendwann werden Staaten das Geld, das sie jetzt ausgeben, wieder einnehmen m\u00fcssen. Sie werden nicht umhinkommen, die Einnahmenquellen auszubauen. Bereits werden neue Steuerarten und Abgaben diskutiert. Auch der regulatorische Druck wird zunehmen und der Druck auf \u00aboffshore\u00bb, mittlerweile ein Synonym f\u00fcr private Verm\u00f6gen, wird sich weiter versch\u00e4rfen. Die Realisierung eines weltumspannenden Verm\u00f6gensregisters ist zwar noch in weiter Ferne, aber es zeigt doch eine Richtung an, in die die Welt sich entwickelt. Es gilt deshalb, vorzusorgen und das eigene Verm\u00f6gen vorausschauend zu planen und zu strukturieren, damit es gegen die zuk\u00fcnftigen Herausforderungen aller Art abgesichert ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit eine Verm\u00f6gensstruktur langfristig und \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg h\u00e4lt, muss sie den langfristigen Zielen, Anforderungen und Lebensumst\u00e4nden einer Familie entsprechen und gleichzeitig auch die relevanten gesetzlichen, regulatorischen, steuerlichen, wirtschaftlichen und unternehmerischen Erfordernisse ber\u00fccksichtigen. Jede Verm\u00f6genssituation ist anders. Deshalb ist es wichtig, dass eine Verm\u00f6gensstruktur passgenau auf den Kunden zugeschnitten und dennoch derart flexibel ausgestaltet ist, dass sie auch in der Zukunft an sich ver\u00e4ndernde Rahmenbedingungen angepasst werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anton von Seilern-Aspang<br>Mitglied der Gesch\u00e4ftsleitung<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund 6 Bio. US-Dollars in den USA, knapp 1 Bio. US-Dollars in Japan und circa 500 Mrd. Euro allein von der Europ\u00e4ischen Kommission, wozu noch die Unterst\u00fctzungssummen der einzelnen Mitgliedsstaaten kommen\u00a0\u2013 dies sind nur ein paar der Summen, die weltweit in Konjunkturprogramme fliessen, um die durch Covid-19 ausgel\u00f6ste Wirtschaftskrise zu mildern. 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